Intuition

Die innere Stimme zeigt uns den Weg. Vorausgesetzt, man hört sie an. In den vergangenen Jahren habe ich meine eigene innere Stimme ignoriert. Ich wollte sie die meiste Zeit nicht wahrnehmen, da ich mich entgegen ihrer Impulse verhalten habe und dabei der Realität nicht ins Auge blicken wollte. Rückblickend kann ich sagen, dass ich mir mit meinem Verhalten selbst geschadet habe. Ich habe mich selbst verraten. Seit meiner Zwangspause im vergangenen Jahr verlasse ich mich immer öfter auf meinen inneren Kompass und siehe da, ich fühle mich wohl mit mir selber. Meine frühere Taktik, mich in jeglicher Form von mir selber abzulenken, ist Geschichte. Heute genieße ich, bewusst meiner Intuition zu folgen, ich höre in mich und wäge vorsichtig ab. Dadurch fühle ich mich klarer im Umgang mit meinen Mitmenschen, ich verzettele mich nicht mit Terminen und mir bleibt am Ende des Tages mehr Energie, um mich den Dingen zu widmen, die ich wirklich gerne mag. Es bedurfte bei mir eines Warnschusses, ehe ich mich selber Ernst- und wahrnehmen lernte. Das geht bestimmt auch ohne. Insgesamt fühlt es sich klasse an, selber zu entscheiden, die Zügel in der Hand zu haben, das Leben bewusst zu lenken und nichts einfach nur über mich ergehen zu lassen und rechtzeitig die Notbremse zu ziehen. Den nötigen Halt, um komplett meine eigene Verantwortung für mich übernehmen zu können, gibt mir tatsächlich meine Intuition. Um sie zu trainieren, benötige ich Meditation, das regelmäßige Schreiben und Dokumentieren und ehrliche Selbst- und Fremdreflexion. Darin Zeit zu investieren, zahlt sich allerdings in meinem Fall unglaublich positiv aus. Ich stehe wieder im Kontakt zu mir selbst!

Schönen Ostermontag an alle!

Klirrende Kälte

Es ist heute sehr kalt und sehr klar. Meine Laufenten entscheiden selber, ob sie noch aus dem Stall gehen oder lieber drin bleiben, bis -15 Grad stören sie sich nicht an Kälte. Unser Thermomenter sagt knapp unter -10 tagsüber, nachts deutlich kälter. Noch gehen sie raus, ein Indiz für mich, dass es ihnen gefällt und gut geht. Ich habe in meinen vier Jahren Laufentenhaltung noch nicht erlebt, dass sie im Stall geblieben wären. Keinen einzigen Tag.

Dank Hunden muss ich ja auch raus, und die Erfahrung ist wie immer wundervoll. Bei meinem Morgenspaziergang bläst mir ein eisiger Wind bei Sonnenschein ins Gesicht und meine Kleidungsschichten halten gerade so die Kälte ab. Ich empfinde die klirrende Kälte als reinigend, den Wind als Helfer, alle unerwünschten Gedanken möglichst schnell fortzutragen und altes loslassen zu dürfen. Das gleissende Licht schmerzt anfangs in den Augen, vor allem in Kombination mit dem Pulverschnee, aber auch daran gewöhne ich mich. Hätte ich die Wahl, wäre ich vielleicht lieber in meinen warmen vier Wänden geblieben. Dann hätte ich nicht diese Winterschönheit wahrnehmen können. Außerdem weiß ich, dass ich nicht diese Zufriedenheit in mir spüre, wenn ich mich nicht bewegt hätte. Für mich lohnt es sich immer, raus zu gehen, auch wenn ich manches Mal einen ordentlichen Schubs von meinem Hund benötige! Genießt die Natur in vollen Zügen, sie ist uns geschenkt und macht jeden Augenblick reich!