KinderTrauer

Im Moment besuche ich einen Spezialisierungskurs zum Thema „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“. Die Erfahrungen, die ich hier sammeln darf, sind wieder, wie im Hospizbegleitungskurs, ein Geschenk. Alle Teilnehmer ebenso. Heute ist Tag drei von insgesamt fünf Kurstagen, eine leichte Melancholie überfällt mich schon wieder beim Gedanken, dass es eine Zeit danach geben wird.

Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer zu begleiten, wird in der nächsten Zeit meine selbstgewählte Aufgabe in der kommenden Zeit, ich steige als Begleiter in eine bestehende Trauergruppe ein. Einmal durfte ich nun schon hospitieren. Ich war berührt von der Weisheit der Kinder und Jugendlichen, die ich dort vorfand.

Die Unterschiedlichkeit von Trauer bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist enorm und deshalb sehr wichtig, von den Profis zu lernen.

Das nächste Mal werde ich ein bisschen inhaltlich erzählen, jetzt geht’s schon los!

Eine wundervolle Zeit!

Christine

Was für eine schöne Sache…

Ich stolpere wieder in der Natur und Heilen über einen Artikel, den ich gerne teilen möchte.

Einsamkeit greift laut Studien immer stärker um sich. Dabei sind soziale Kontakte für jeden Menschen wichtig, sogar lebensnotwendig. Man wird sogar schneller und besser gesund, wenn man in ein soziales Netz eingebunden ist. Jetzt gibt es die schöne Aktion, Post zu Ostern an jene Menschen zu schicken, die einsam sind. Das ist eine sehr schöne Idee und ich werde mich auf der Plattform anmelden, da mich das in meinem vollen Leben nicht viel Zeit kostet, für einen anderen aber vielleicht ein bisschen Licht und Wärme ins Herz zaubert!

http://www.postmitherz.org

Eine gute Zeit

Christine

Mondlicht

Ohne Fleiß kein Preis

Seit meiner Diagnose bin ich konsequent dabei, mich dreimal die Woche, jenseits von meinen Gassi Gängen, körperlich zu ertüchtigen.

Diesen Winter war das eine echte Herausforderung bei uns. Wochenlange Gletscherverhältnisse nach Weihnachten, eine mindestens 3-5 cm dicke Eisschicht auf allen Feldern und Feldwegen, Schneefall, über Nacht 10-20 cm und immer wieder Wind und Regen, Regen, Regen…

Ich habe beherzt den Gezeiten getrotzt, heute Morgen jedoch beim joggen durch den frischen Tiefschnee, wollte ich mich beim Abschnitt leichte Steigung einfach nur in den Schnee legen und liegenbleiben.. so eine Art der Erschöpfung habe ich noch nie erlebt 😁 ich habe durchgehalten, dabei an Menschen gedacht, die in extremen Verhältnissen und Situationen durchhalten und einen großen Respekt vor deren Leistung empfunden!

An Grenzen zu kommen lehrt Demut! In diesem Sinne, ein wundervolles Wochenende!

Christine

Amsterdam

Die vergangenen vier Tage waren in vielerlei Hinsicht für mich bereichernd.

Im letzten Sommer fragte mich eine Mitstreiterin aus dem Hospizbegleitungskurs, ob ich im Februar 2026 mit nach Amsterdam auf das Konzert der Band „Haevn“ fahren würde.

Wir kannten uns kaum, da ich aber häufig sehr spontane Entscheidungen treffe, habe ich zugesagt. Nun ist Februar 2026 und wir sitzen im Moment im Zug zurück nach Hause.

Ereignisreiche Tage, angefüllt mit Kunst und Kultur, liegen hinter uns, ich fühle mich, als hätte mir jemand die Luft „ausgelassen“. Im Sinne von: angenehm erschöpft. Mir einem Menschen, den man nicht gut kennt, einen engen Raum über einen gewissen Zeitraum zu teilen, darf viel Energie. Es ist nämlich erst mal kennenlernen angesagt, und das fordert.

Einige Erkenntnisse darf ich aus dieser Zeit mitnehmen:

  1. Amsterdam ist einfach klasse! Energie, Flair, Freundlichkeit, Gelassenheit, Lässigkeit…
  2. Ich muss nicht alles gesehen haben!
  3. Ein Hoch auf das Einzelzimmer!
  4. Manchmal lohnt es sich, eine Entscheidung mit Bedacht zu fällen und über die möglichen Konsequenzen nachzudenken!
  5. Richte den Blick ausschließlich auf die Gegenwart und das Schöne, Gute!
  6. Ich habe neue Dinge über mich erfahren…

Eine wunderbare Zeit

Christine

Was gibt dir Energie?

Das ist die heutige Reflexionsfrage auf meinem Flow-Kalender…

…nach einigen turbulenten Tagen, bestimmt von Hormonen (habe Hashimoto, die Einstellung von L-Thyroxin ist sehr heikel bei mir und führt unter Umständen zu psychischen Schwankungen, dann kommt noch Tamoxifen hinzu, dessen Wirkung oder Wechselwirkung ich nicht einschätzen kann) kommt die Frage tatsächlich nicht von ungefähr. Ich musste sehr schmunzeln heute morgen, denn im Laufe der vergangenen Jahre war ich sehr gefordert, diese hormonellen Herausforderungen zu managen.

Mittlerweile gibt es eine ellenlange Liste an Dingen, die mir Energie geben, die Kunst im „schwarzen Loch “ , wie ich meine Zustände nenne, ist nach wie vor, die Energie aufzubringen, mich aufzuraffen, was zu tun, was mir Energie gibt… gar nicht einfach!

Meine Erfahrung ist, wie bei allem im Leben ist Training die Lösung. Es bilden sich Autobahnen im Gehirn, wenn man Dinge wiederholt, sich Gewohnheiten bilden. Das ist sehr hilfreich, denn dann programmiert man sein System darauf, im Autopilotenzustand zu funktionieren und an gute Erfahrungen zu denken. Das erleichtert die Überwindung!

Eine wundervolle Zeit!

Christine

Der Valebo-Effekt

Heute möchte ich gerne Inhalte aus einem Artikel der Zeitschrift „Natur und Heilen“, Ausgabe Februar 2/2026 mit euch teilen, mit denen ich stark in Resonanz ging.

Als ich Krebs hatte, habe ich mich intensiv mit dem Thema „Selbstheilung“ auseinandergesetzt und meiner Intuition folgend viele Bereiche in meinem Leben umgestaltet, um gesund werden zu können. Beispielsweise habe ich mich mit Menschen umgeben, die mein Vertrauen in mich selber verstärkten, anstatt es durch gedankenlose Kommentare (beispielsweise: „Ach Gott, du Arme! Meine Schwägerin ist erst vor drei Monaten an Brustkrebs verstorben!“) zu schwächen.

Im Alltag kümmerte ich mich um meinen Körper, Geist und Seele, veränderte Routinen, las mich in viele Themen ein und nun finde ich in besagtem Artikel einen Namen für meine Überzeugung, die in meiner Genesungsphase immer stärker heranwuchs: der Valebo-Effekt!

Dieser bedeutet, laut Professor Doktor Hartmut Schröder, der sich intensiv damit auseinandersetzt:

„Der Valebo-Effekt ist der eigentliche Placebo-Effekt-der innere Heiler wird auf den Plan gerufen und darf wirken. Das Wort Valebo ist vom lateinischen Verb valere abgeleitet und kann wie folgt verstanden werden: ich werde gelten. Ich werde Einfluss haben. Ich werde gesund sein. Ich werde mich wohlfühlen.“ Dies bedeutet, nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern beeinflussen zu können, sich selbst vertrauen zu können, was Körper, Geist und Seele brauchen, um gesund zu werden.

Ich habe 2020 immer wieder gedacht und formuliert: für mich das Wichtigste ist, selbst gestalten zu können, etwas beitragen zu können jenseits der fantastischen Schulmedizin, die mir das Leben gerettet hat. Das macht mir immer wieder Mut und schenkt mir Vertrauen in mich selbst!

Ich wünsche euch allen eine wundervolle Woche!

Zeichen

Gestern hatte ich frei. Immer, wenn ich frei habe und den Tag nicht von früh bis spät angefüllt habe mit Aktivitäten, sondern bewusst den Plan hege, mich treiben zu lassen, rutsche ich kurz oder auch längerfristig in eine Hilflosigkeit, eine Antriebslosigkeit, Überforderung und Verzweiflung über meinen Daseinssinn.

Gestern war das ungefähr eine halbe Stunde der Fall. Um die Mittagszeit. Ich kenne aber durchaus die Situation, dass ich in diesem Zustand einen ganzen Tag stecke. Früher sogar einen kompletten Urlaub lang. Ich habe Strategien entwickelt, um aus dem Zustand herauszufinden, gestern ging ich beherzt raus in die eiskalte, sonnige, frostige Winterlandschaft mit meinem Hund und just in dem Moment, als der Zweifel am größten war, fand ich ein Herz aus Eis am Boden. Ein Zeichen für mich. Ein Zeichen, die Liebe in den Mittelpunkt meines Lebens zu stellen, liebevoll mit mir selber umzugehen, vor allem in Phasen des Zweifels und der Herausforderung. Ein Zeichen, dass ich niemals alleine bin!

Auf das Dunkel folgt immer Licht!

Bleibt im Vertrauen!

Christine

Eine wertvolle Arbeit

Neben der unglaublich bereichernden Arbeit in der Begleitung von Sterbenden hat der Hospizverein meines Vertrauens eine weitere sinn-und wertvolle, so wichtige Aufgabe übernommen: die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher, die Angehörige verloren haben.

In Familien, die mit einer sterbenden oder verstorbenen geliebten Person konfrontiert sind, bleibt nicht selten wenig Platz für die ganz eigene Trauer von Kindern und Jugendlichen, nicht zuletzt weil diese vollkommen anders trauern als Erwachsene. Pflegeintensive kranke Angehörige bedürfen neben organisatorischen Herausforderungen, die man zu stemmen hat, natürlich Zuwendung und Fürsorge, das kostet alle Beteiligten enorme Energie. Energie, die oft an anderer Stelle eingespart werden muss, um weiterhin die große Herausforderung zu meistern.

Kinder und Jugendliche fallen in diesen Zeiten oft „hinten runter“, vor allem, wenn sie „pflegeleicht“ sind. Manchmal tragen sie auch enorm viel an Verantwortung oder Pflege mit.

Für all diese Kinder und Jugendlichen gibt es die Trauergruppe. Dort treffen sich unter Anleitung alle im „gleichen Boot“, haben Raum zu Sein, zum Reden, zum kreativen Tun und auch zum allerwichtigsten, was oft zu wenig Platz hat, zum Fühlen!

Was für ein toller ehrenamtlicher Beitrag in unserer Gesellschaft!

Eine wunderschöne Woche!

Christine

Bilanz nach über fünf Jahren

Mein Turnus der Krebs Vorsorge hat sich nach fünf Jahren nun verändert. Ich muss nicht mehr jedes Vierteljahr zur Kontrolle, die Abstände sind länger, die Sicherheit und das Vertrauen in die Termine mit jedem Mal gewachsen, als nichts festgestellt wurde.

Heute ist es wieder so weit. Ein Kontrolltermin steht an. Heute bin ich nachdenklicher und emotionaler als die letzten Male. Hat das etwas zu bedeuten? Habe ich eine Vorahnung? Aus meiner Erfahrung heraus nicht, einige Male war ich nicht in meiner Mitte vor einem Termin. Die eigene Endlichkeit rückt einfach wieder ein Stückchen ins Bewusstsein in diesen Zeiten. Die meiste Zeit gelingt ein gesundes Verdrängen und distanzieren sehr gut. Das habe ich mir während der Krankheitszeit nicht vorstellen können, ich dachte, mein Bewusstsein bleibt mein restliches Leben beherrscht vom Brustkrebs.

Wie schön, dass es nicht so ist, wie schön, dass wir Menschen anpassungsfähig sind und Zeit viele Wunden heilt!

Eine wunderschöne Woche

Christine

Wo Licht und Wärme sind, sind auch Dunkelheit und Kälte

Diesen Satz lese ich heute in meiner Reflexion zur sechsten Rauhnacht.

Wie wahr und wie nah nebeneinander! Und nicht selten auch herbeigesehnt, zum Beispiel an besonders heißen Tagen, wenn die Sonne herabbrennt und man sich nichts sehnlicher wünscht als etwas Schatten und Kühle.

Ich durchlebe immer wieder Zeiten des Glücks, der Zufriedenheit und der inneren Stabilität, ebenso häufig überkommt mich Leere, Sinnlosigkeit, Traurigkeit. Diese Phasen würde ich nur als gerne schnell wieder wegdrücken und in Glückseligkeit verwandeln. Geht leider nicht. Diese Zustände dürfen ausgehalten und durchlebt werden, denn sie trainieren mich in Dankbarkeit und Wertschätzung.

Ich bin mir nicht sicher, ob ein Leben voller Glück und andauernden Hochs die Notwendigkeit der Dankbarkeit fühlbar nahegebracht hätte.Auf dem Lebensweg Herausforderungen zu meistern, ist Teil unserer Aufgaben. In schwierigen Phasen besinne ich mich immer bewusst auf im-Vertrauen-bleiben und bin nicht selten überrascht, wenn mein Gemütszustand sich flott wieder verändert, obwohl ich das nicht für möglich gehalten habe!

Ich wünsche euch viel Vertrauen im Jahr 2026!

Christine