Auf Deutsch: Beschwichtigungsreflex! Jüngst las ich in zwei verschiedenen Büchern davon. Das erste Mal in Gopal Norbert Kleins „Der Vagusschlüssel zur Traumaheilung“, das zweite Mal in Meg Josephsons „Bist du sauer auf mich?“. Ich freue mich sehr, darüber gelesen zu haben, denn ich habe seitdem so viel mehr Verständnis für mich selber und wie sich mein Leben entwickelt hat.
Fawn Response ist, neben den mir viel geläufigeren Reflexen Fight (Kämpfen), Flight (Flüchten) und Freeze (Erstarren), die in traumatisierenden Ereignissen unter Umständen greifen, ein weiterer möglicher Reflex. Diesen eignet man sich möglicherweise in Beziehungen zu Bezugspersonen an, die nicht fähig sind, für eigene Emotionen Verantwortung zu übernehmen.
Das Kind, das in einem solchen Setting heranwächst, lernt die Verantwortung für die Gefühle der Bezugsperson zu übernehmen und versucht, diese auszugleichen. Dabei entfernt es sich von der Wahrnehmung und Befriedigung eigener Bedürfnisse, unterdrückt eigene Gefühle und lernt sich dabei nicht mit all seinen Wünschen, Gefühlen und Bedürfnissen selbst kennen. Es fühlt sich permanent in der Verantwortung und schuldig für die Stimmung und das Wohlergehen Anderer.
Ich finde mich in den vielfältigen Fallbeispielen der Bücher wieder, dies hat zur Folge, dass vieles in mir heilen darf durch das Selbst-Mitgefühl und das tiefe Verständnis, das ich mir selber gegenüber entwickelt habe und täglich trainiere.
Ich fühle mich im wahrsten Sinne erleuchtet durch diese Information und habe das Gefühl, ein weiteres wichtiges Puzzleteil auf meinem persönlichen Lebens- und Entwicklungsweg entdeckt zu haben. Dafür bin ich unendlich dankbar ♥️
Ich wünsche euch alles Beste!
Christine














