In der Klamm

Eine Klamm ist immer einen Ausflug wert. Die Liechtensteimklamm in St. Johann im Pongau bildet da keine Ausnahme. Die Urgewalt, mit der Wasser sich unter Umständen seinen Weg bahnt, sowie auch der berühmte stete Tropfen, der den Stein höhlt, ist immer wieder beeindruckend. Fantastische Wasserfälle, die aus spektakulären Höhen in die Tiefe fallen, das dröhnende Rauschen und die ewig feucht kalte Luft durchnetzt von feinen oder auch mal weniger feinen Wassertropfen lässt mich immer ehrfürchtig denken, wie lange hier der Fluss schon seinen Weg bahnt, beharrlich, ehrgeizig, zielstrebig, geduldig. Adjektive, die mir im Alltag oft fehlen. Mein Ausflug lässt mich innehalten. Mir wird bewusst, ich darf mit ein Scheibchen vom Fluss abschneiden, mich häufiger an meine Ehrfurcht erinnern und geduldig meine Schritte mal langsamer, mal schneller in Richtung meiner Ziele setzen. Beharrlich bleiben. Schönes Wochenende!

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“Pippi

sagt Pippi Langstrumpf! Und damit hat sie vollkommen recht! Die Vorstellung, dass jeder Mensch sein eigenes Leben kreirt und für seine eigene Schöpfung Verantwortung trägt, ist in mancher Hinsicht schwer zu verstehen, vielleicht sogar befremdlich. Lange habe ich versucht zu verstehen, inwiefern ich mir selber meine Höhen und Tiefen gestalte. Mittlerweile bin ich von dieser Wahrheit überzeugt. Morgens, wenn ich aufstehe, entscheide ich ganz allein für mich, wie ich meinen Tag erleben möchte. Situationen, die tagsüber kommen und gehen, werden nur durch meine Interpretationen und Bewertungen zu dem, wie ich sie wahrnehme. Klingt komisch, ist aber für mich so! Je mehr ich morgens fühle, einen guten Tag zu erleben, desto leichter gehe ich durch ihn. Das Zauberwort für mich heißt Vertrauen. Vertrauen, dass alles genau richtig ist, wie es ist! Einen herzlichen Gruß und einen schönen Wochenstart allerseits!

Verantwortung übernehmen

In meiner Gruppe ist eine der Standard- Kinderantworten auf die Frage,  wer etwas nicht aufgeräumt hat: „Ich war es nicht!“ Im Kollegium gibt es wundersame Vorkommnisse wie zum Beispiel leere, nicht gewechselte  Klorollen, herumstehende benutzte Kaffeetassen, verlorene Taschentücher am Boden und viele weitere Erscheinungen… Fragt man in die Erwachsenenrunde nach dem „Täter“, erhält man die gleiche Antwort wie bei den Kindergartenkindern. „Ich war es nicht!“ Wir haben im Team nun beschlossen, Dinge in die Hand zu nehmen, ohne nach der Ursache zu forschen, ohne nach dem“Täter“ zu fanden. Sowohl in der pädagogischen Arbeit als auch im erwachsenen Team. Das spart Zeit und Ärger, bedeutet weniger Falten und ganz nebenbei üben wir uns im Verantwortung übernehmen. Da Kinder sowieso am besten von Modell lernen, üben wir uns in dieser Hinsicht auch im Vorbild sein 🙂

Eine schöne Woche!

Das neue Arbeitsjahr beginnt…

… und ich bin noch dabei, einen guten Rhythmus für mich zu finden. Morgens beim Gassigehen herrscht nun schon absolute Dunkelheit, der Herbst zieht mit großen Schritten ein. Ich genieße nun morgens oft noch einen wundervollen glitzernden Sternenhimmel. Richtung Wald wird mir, je nach Geräuschkulisse manchmal ordentlich mulmig. Da freue ich mich, wenn meine Hunde da sind, es fühlt sich dann viel sicherer an. Eigentlich komisch, denn Stille und Einsamkeit weiß ich berufsbedingt zu schätzen :-. Apropos Beruf! Ein neues Kindergartenjahr hat begonnen und somit zogen einige neue Kinder in meine Gruppe ein. Ebenso mussten wir uns von den Schulkindern verabschieden. Die neue Gruppe muss sich erst finden, unsere Gruppendynamik hat sich komplett verändert. Viele Kinder brauchen morgens Zeit zum ankommen, am liebsten bei uns Pädagogen. Diese Zeit ist jedes Jahr anstrengend, aber auch spannend und schön. Ich bin immer fasziniert, wie sich doch alles nach einiger Zeit und Übung findet. Jedes Kind kommt irgendwann ganz in unserer Gruppe an, jeder findet einen Platz in unserem sozialen Miteinander. Ich wünschte manchmal, die Erwachsenen wären so kompetent, lernfähig und flexibel wie die Kinder! Ich wünsche euch allen eine schöne Woche!

Christine

Ente gut, (fast) alles gut

Nun hat unser diesjährige Entenkükenära tatsächlich schon wieder ein Ende. Alle drei haben einen wundervollen Platz auf dem Bahnhof ergattert. Pepe durfte mit, wir wollten ihr unbedingt die Chance auf ein echtes Entenleben bieten. Die Natur hat es nun so eingerichtet,  dass ein Geschwisterentchen leider nach kurzer Zeit verschollen ist, nun hat sich Pepe mit dem anderen Geschwisterentchen arrangiert. Meine Mama hatte laut eigener Erzählungen eine tolle Zeit mit Ente im Hausflur, Pepe konnte sich schnell an die neue Situation gewöhnen. Anfangs piepste sie noch ab und zu vor unserer Haustür, das legte sich aber auch schnell. Wir hatten im Urlaub genügend Zeit, uns an den Gedanken an einen Alltag ohne Entenküken zu gewöhnen. Bei unserer Entenschar ist wieder Ruhe und Frieden eingekehrt, die Gruppendynamik ist völlig anders als vor dem Nachwuchs. Sehr interessant. Eine schöne Woche, zurück im Alltag!

Christine

Von Enten und Marienkäfern…

Wir sind im Urlaub in Italien und das ohne Pepe! Schlussendlich hat sich meine gute Mama überreden lassen, die Ente bei sich im Hausgang wohnen zu lassen, bis wir wieder da sind, denn alle Integrationsversuche in der Entenschar sind kläglich gescheitert. Pepe einem ungewissen Schicksal zu überlassen, haben wir natürlich wieder nicht über unsere Herzen gebracht! Die regelmäßigen Telefonate mit meiner Mama halten uns über die Erlebnisse und das Wachsen unseres Schützlings auf dem Laufenden. Manchmal quietscht Pepe sogar in den Hörer. Und die Mama geht nun täglich mit Ente Gassi. Die Gute! Übrigens hat mein Papa vor seinem Tod verkündet, dass er als Marienkäfer reinkarniert. Ich bin seitdem weiß Gott viel gereist und jedes Mal kreuzte über kurz oder lang ein Marienkäfer meine Wege. So auch dieses Mal! Meine Tochter und ich freuen uns dann jedes Mal über die Gesellschaft von Papa und Opa!

Liebe Grüße aus Bella Italia!

Das hässliche Entlein…

Vor kurzer Zeit habe ich das Märchen „Das hässliche Entlein“ von Hans Christian Andersen im Buch „Die Wolfsfrau“ interpretiert von Clarissa Pinkola Estes gelesen und Rotz und Wasser geheult. Am Wochenende hatten wir nun eine reale Vorstellung des Märchens und die Akteure waren unsere Laufenten und Pepe. In die Natur einzugreifen ist einfach immer sehr zweischneidig. Wahrscheinlich werden wir nie verstehen,  warum Mama Isolde Pepe aussortiert hat, jedenfalls lässt sich die Entenschar nun auch nicht überlisten, wir können das Küken nicht einfach unterjubeln. Alle Enten standen zum Beispiel an der Wasserstelle und als Pepe kam, stoben sie alle schnell in alle Himmelsrichtungen weg, ohne Rücksicht auf Verluste! Das Küken wurde dabei einfach überrannt. Das verzweifelte Rufen Pepes wurde nicht wahrgenommen. Nun sieht das sehr grausam aus und wir haben Routers tiefes Mitgefühl mit Pepe. Aber wir haben Geduld und Pepe wächst! Irgendwann wird es schon klappen!

Pepe besucht die Kinder und nimmt ein Bad im Brunnen

Operation Auswilderung beginnt

Unser Urlaub im Ausland rückt mit großen und unverschämt schnellen Schritten näher… was meine Vorfreude momentan etwas beeinträchtigt ist die Enten- Frage… Pepes zukünftige stolze Besitzer fahren nämlich auch weg, so können alle Babies erst danach dort einziehen. Nun haben wir einen gewissen Druck, Pepe in ihrer Entenschar einzugewöhnen. Die Alternative ist die Reise mit Entenküken anzutreten:-) mit beiden Hunden an Bord bestimmt spannend, da diese bei jeder Sichtung Pepes jetzt schon durchdrehen! Heute wagten wir eine erste Zusammenführung. Na ja, richtig überzeugt bin ich noch nicht, immerhin griffen die anderen unser Baby nicht an. Auf das Rufen ihrerseits hörte die Mutter nicht. Und Pepe suchte immer wieder die Nähe ihrer Ziehmutter! Wir brauchen viel gute Energie und Daumen drücken! Ein wunderschönes Wochenende an alle!

Ungewöhnlicher Gassibegleiter

Heute gelingt mir ein kleines Update in Sachen Pepe aus der Entenwelt. Unser kleiner Mitbewohner auf Zeit wächst wie verrückt. Deshalb ist sein Übergangszuhause, ein ausgemusterter Hamsterkäfig, mittlerweile zu klein und nun bewohnt Pepe ein Auslaufgitter der Meerschweinchen im Zimmer meiner Tochter. Seit einigen Tagen gehen wir nun auch nicht mehr nur mit den Hunden Gassi sondern auch mit dem süßen Entlein. Konrad Lorenz‘ wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verhalten der Enten können wir vollkommen bestätigen. Pepe ist geprägt auf meine Tochter und bleibt zuverlässig in ihrer Nähe!

Freigang

Unser neuer Mitbewohner hat mittlerweile einen Namen. Darf ich vorstellen? PEPE! Tadaaa!

Ein paar Tage alt, völlig furchtlos und vorwitzig, mischt das kleine Küken unseren Alltag auf. Es fordert laut nachts und tagsüber Aufmerksamkeit ein und will natürlich luxuriöse Futter- und Wasserversorgung. Pepe läuft unglaublich schnell und gerne im Kreis. Im Zimmer ist der Holzboden zu rutschig für dieses Unterfangen, ein Teppich schafft hier ein wenig Abhilfe. Gestern wagten wir dann einen ersten Ausflug ins Grüne!

Eine wunderbare Woche an Alle!