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Meine Geschichte

Fluss

Gestern habe ich das urplötzlich warme Wetter (vorgestern war es morgens noch ziemlich frisch, gestern gar nicht mehr) ausgenutzt und bin ich Fluss baden gegangen. Die ersten Schritte im eiskalten Wasser, bis sich Füße und Beine gewöhnen, dann zügig den Rest des Körpers untertauchen, nur nicht allzu lange nachdenken, sonst hüpfe ich schleunigst wieder raus.„Fluss“ weiterlesen

Der Tag der toten Ente

Heute bin ich untröstlich. Am Morgen habe ich noch sechs gut gelaunte Laufenten aus ihrem Stall entlassen und mich wie jedes Mal über ihre Lebensfreude beim Verlassen ihrer Behausung gefreut. Keine zwei Stunden später erreichte mich dann der Anruf meiner Tochter während der Arbeit. Unser Laufentenmädchen Batman (bei der Namensgebung konnten wir noch nicht erkennen,„Der Tag der toten Ente“ weiterlesen

Selbstbild – Fremdbild

Ein spannendes Thema! Wie sehe ich mich? Wie nehme ich mich wahr? Und wie sehen mich Mitmenschen und nehmen mich wahr? Unterschiede in der Selbst- und Fremdwahrnehmung sind vollkommen natürlich, nur geht die Einschätzung jeweils manchmal sehr stark auseinander. Besonders fällt mir das auf, wenn ich einen Vortrag halte und unglaublich nervös bin, hinterher jedoch„Selbstbild – Fremdbild“ weiterlesen

Würde

Ich habe vergangene Woche das Buch „Würde“ von Gerald Hüther gelesen. Herr Hüther beschreibt in seinem Buch, dass wir alle von Anfang mit einem inneren Kompass ausgestattet sind, einer Art Sensibilität, mit der wir unrechtes Verhalten uns gegenüber identifizieren können. In Kombination mit dem Film „In stürmischen Zeiten“, in dem ein kleines, ungefähr fünf Jahre„Würde“ weiterlesen

Trampolin hüpfen

Meine unglaublich fantastische Heilpraktikerin hat mir empfohlen, mein Lymphsystem täglich zu aktivieren, da ich durch meine Operation eine gewisse Lymphstau-Gefahr trage. Ich kenne einige Frauen, deren Arme im Laufe der Zeit unglaublich dick geworden sind dadurch und dies auch nicht mehr zu beheben war. Nun will ich natürlich alles für mein Lymphsystem tun, was in„Trampolin hüpfen“ weiterlesen

Froschauge

Gestern Abend war ich wieder Amphibienretterin. Leider sind dieses Jahr durch die Kälte sehr wenig Amphibien unterwegs. Eine Freundin hat mich mit ihrer Tochter schon mehrmals begleitet und nie hatten wir zusammen auch nur eine einzige Kröte entdeckt. Gestern Abend hatten wir dann endlich Glück und fanden gleich am Anfang des Schutzzauns ein Pärchen. Wir„Froschauge“ weiterlesen

Rumi

Heute habe ich ein Gedicht von Rumi für Euch. Rumi wurde am 30. September 1207 in Afghanistan geboren und verstarb am 17. Dezember 1273 in der Türkei. Rumi vertrat die Lehre, dass die Liebe die Hauptkraft im Universum ist und das Universum ein Harmonisches Ganzes. Alles ist mit allem verbunden. Mich berühren seine Schriften sehr,„Rumi“ weiterlesen

Eine ungewöhnliche Zeit

Heute beim Einkaufen traf ich eine gute Bekannte, die ich seit Monaten nicht mehr gesehen habe. Nach einem kurzen Small Talk outete sie sich als Impfgegnerin und erklärte mir sofort noch diverse derzeit kursierende Verschwörungstheorien. Ich habe das Gespräch zügig zum Ende dirigiert, nicht, weil ich andere Meinungen nicht stehen lassen kann, sondern weil ich„Eine ungewöhnliche Zeit“ weiterlesen

Projektion

Ich nehme in meiner Umgebung wahr, dass ein hoher Prozentsatz an Konflikten durch Projektion entsteht. Gedanken, Gefühle, Muster oder Verhaltensweisen, die man an sich selber nicht mag oder annehmen kann, nimmt man überdeutlich bei seinen Mitmenschen wahr. Die wahrscheinliche Reaktion auf diese Wahrnehmung ist Ablehnung, oft mündend in einem Konflikt. Was wäre wenn nun jeder„Projektion“ weiterlesen

Alltag

Da bin ich also fast wieder angekommen in einem Alltag, der dem vor der Krebserkrankung sehr nahe kommt. Es geht mir gut damit, ich freue mich über meine Struktur und meine festen Abläufe, aber auch über die tägliche freie Zeit, die ich mit dem fülle, was mir gerade Spaß macht. Meine Rituale für mich und„Alltag“ weiterlesen

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6. Oktober 2020

Rückblickend fühlt es sich an, als hätte mich ein Zug überfahren. Im Januar diesen Jahres habe ich das erste Mal gemerkt, dass etwas in meiner Brust komisch ist, dachte mir aber noch nichts dabei. Im Mai dann doch ein besorgtes Gesicht meiner Gynäkologin nach dem Ultraschall und eine Überweisung zur Mammographie. So richtig Sorgen habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht, als aber der Radiologe zu einem ernsten Gepräch bat, tröpfelte das erste Mal in mein Bewusstsein, dass ich Krebs haben könnte! Die kommenden Termine bei der Gynäkologin und im Brustzentrum wurden schon alle diskret im Hintergrund für mich gemacht, während ich zuhause versuchte, diese Nachricht bei einem Glas Wein unter meinem Kastanienbaum zu verdauen. Ich fand in diesem Augenblick besonders schwer, meiner 13-jährigen Tochter zu begegnen, hatte sie mich vor der Untersuchung noch gefragt, ob ich Krebs hätte… Ich war nämlich noch meilenweit entfernt, mich als „krebskrank“ nennen zu wollen.

Ich dachte sehr sachlich über meine Situation nach, wägte Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungen ab und beschloss dann, diese Lebenserfahrung anzunehmen. Dies heißt für mich, proaktiv und offen umgehen, mich für einen Weg zu entscheiden und vor allem auf Spurensuche gehen, was diese Krankheit bei mir begünstigt hat. Am 4.6.20 wurde ich bereits operiert, das Tumorgewebe entfernt und die Auswertung veranlasst. Nun nehme ich Hormone, um ein Wiederkehren des Tumors zu verhindern.

Auf meiner Reise habe ich viele Menschen kennengelernt, Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln dürfen. Ich schreibe in meinen Beiträgen über die Dinge, die für meine Heilung förderlich waren und sind. Und ich danke allen Menschen, die mich begleitet haben und weiterhin begleiten!

Eure Christine