Zwischen Gesellschaft und Krankheit besteht ein Zusammenhang, schreibt Doktor Gabor Mate. Als ich das gelesen habe, konnte ich sofort in Resonanz gehen. Unsere Entfremdung von der Natur in der Zivilisation, die Vereinsamung vieler Menschen, dauerhafter Stress, Ängste und vieles mehr kann nicht förderlich für unseren Gesundheitszustand sein. Wir sind mit vielen modernen Herausforderungen im Leben…
Ich bin mitten im Veränderungsprozess in einigen Bereichen in meinem Leben. Auf der persönlichen Ebene entdecke ich immer mehr mich selbst, werde zu mir selbst, finde mich und verabschiede alles, was nicht zu mir gehört oder nicht mehr passt. Beruflich schlage ich andere Wege ein. Probiere Neues. Noch vor nicht allzu langer Zeit wären diese…
Vergangene Woche war ich in Lübeck. Mit meinen Geschwistern haben wir die Tradition eingeführt, zu Ostern eine gemeinsame Reise zu unternehmen, nachdem wir größtenteils im Erwachsenenleben wenig innige Berührungspunkte hatten. Durch die Krankheit und das Gehen unserer Mama hat sich das verändert. Wir sind näher zusammengerutscht. Dieses Jahr also Lübeck. Seit vielen Jahren wohnt dort…
Rituale geben uns Menschen Stabilität, Struktur, Orientierung und Sicherheit im Leben. Durch ihre Vorhersehbarkeit und ihr Wiederkehren bieten sie einen vertrauten Rahmen, Sie können helfen, Emotionen zu sortieren, Angst abzubauen oder unterstützen uns, uns selbst zu regulieren. Sie können Anker im Alltag sein. In der Trauerbegleitung haben Rituale einen großen Stellenwert, denn besonders in einer…
Trauernde Menschen befinden sich in ihrem engeren Umfeld, beispielsweise in der Familie, meistens in einer Umgebung, die in den Prozess der Trauer eingebunden ist. Jeder Mensch individuell und auf seine Weise, aber das Thema herrscht über einen gewissen Zeitraum in einer sozialen Gruppierung vor. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ – diese Aussage ist wahr, reden…
In der Trauer ist zwischen Kindern und Erwachsenen der wesentliche Unterschied, dass man davon spricht, dass Erwachsene ins „Meer der Trauer“ eintauchen, während Kinder „Pfützenspringer“ sind, also in die Trauer hüpfen, schnell aber auch wieder raushüpfen. Die kindliche Aufmerksamkeit wendet sich schnell Dingen und Situationen zu, die den Moment beherrschen, die ablenken, interessant erscheinen, zum…
Im Moment besuche ich einen Spezialisierungskurs zum Thema „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“. Die Erfahrungen, die ich hier sammeln darf, sind wieder, wie im Hospizbegleitungskurs, ein Geschenk. Alle Teilnehmer ebenso. Heute ist Tag drei von insgesamt fünf Kurstagen, eine leichte Melancholie überfällt mich schon wieder beim Gedanken, dass es eine Zeit danach geben wird. Kinder…
Ich stolpere wieder in der Natur und Heilen über einen Artikel, den ich gerne teilen möchte. Einsamkeit greift laut Studien immer stärker um sich. Dabei sind soziale Kontakte für jeden Menschen wichtig, sogar lebensnotwendig. Man wird sogar schneller und besser gesund, wenn man in ein soziales Netz eingebunden ist. Jetzt gibt es die schöne Aktion,…
Seit meiner Diagnose bin ich konsequent dabei, mich dreimal die Woche, jenseits von meinen Gassi Gängen, körperlich zu ertüchtigen. Diesen Winter war das eine echte Herausforderung bei uns. Wochenlange Gletscherverhältnisse nach Weihnachten, eine mindestens 3-5 cm dicke Eisschicht auf allen Feldern und Feldwegen, Schneefall, über Nacht 10-20 cm und immer wieder Wind und Regen, Regen,…
Die vergangenen vier Tage waren in vielerlei Hinsicht für mich bereichernd. Im letzten Sommer fragte mich eine Mitstreiterin aus dem Hospizbegleitungskurs, ob ich im Februar 2026 mit nach Amsterdam auf das Konzert der Band „Haevn“ fahren würde. Wir kannten uns kaum, da ich aber häufig sehr spontane Entscheidungen treffe, habe ich zugesagt. Nun ist Februar…
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6. Oktober 2020
Rückblickend fühlt es sich an, als hätte mich ein Zug überfahren. Im Januar diesen Jahres habe ich das erste Mal gemerkt, dass etwas in meiner Brust komisch ist, dachte mir aber noch nichts dabei. Im Mai dann doch ein besorgtes Gesicht meiner Gynäkologin nach dem Ultraschall und eine Überweisung zur Mammographie. So richtig Sorgen habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht, als aber der Radiologe zu einem ernsten Gepräch bat, tröpfelte das erste Mal in mein Bewusstsein, dass ich Krebs haben könnte! Die kommenden Termine bei der Gynäkologin und im Brustzentrum wurden schon alle diskret im Hintergrund für mich gemacht, während ich zuhause versuchte, diese Nachricht bei einem Glas Wein unter meinem Kastanienbaum zu verdauen. Ich fand in diesem Augenblick besonders schwer, meiner 13-jährigen Tochter zu begegnen, hatte sie mich vor der Untersuchung noch gefragt, ob ich Krebs hätte… Ich war nämlich noch meilenweit entfernt, mich als „krebskrank“ nennen zu wollen.
Ich dachte sehr sachlich über meine Situation nach, wägte Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungen ab und beschloss dann, diese Lebenserfahrung anzunehmen. Dies heißt für mich, proaktiv und offen umgehen, mich für einen Weg zu entscheiden und vor allem auf Spurensuche gehen, was diese Krankheit bei mir begünstigt hat. Am 4.6.20 wurde ich bereits operiert, das Tumorgewebe entfernt und die Auswertung veranlasst. Nun nehme ich Hormone, um ein Wiederkehren des Tumors zu verhindern.
Auf meiner Reise habe ich viele Menschen kennengelernt, Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln dürfen. Ich schreibe in meinen Beiträgen über die Dinge, die für meine Heilung förderlich waren und sind. Und ich danke allen Menschen, die mich begleitet haben und weiterhin begleiten!