Neues vom Erpel

Eigentlich müssen wir unsere Laufenten vor unseren Hunden schützen. Unser Jack Russell hat zwar schon unangenehme Bekanntschaft mit einem Entenschnabel am Schwanz gemacht, der Jagdinstinkt des Tieres ist und bleibt aber vorhanden und meine Hand würde ich nicht ins Feuer legen dafür, dass der Hund bei günstiger Gelegenheit niemals zupacken würde. Nun ist unser größenwahnsinniger Erpel immer noch scheinbar im hormonellen Ausnahmezustand. Jedes Mal, wenn wir mit den Hunden an ihm vorbeikommen, greift er ungeniert an. Diese Woche stürzte er sich völlig hinterlistig zwischen den Zaunlatten hervor und griff die Wiszlar-Mischlingsdame Nelly eiskalt und völlig angstfrei an. Nelly war, ebenso wie ich, in dem Moment so perplex, dass sie sich einfach zwicken ließ. Dabei würde ein Zuschnappen Nellys unserem wildgewordenen Entenmann gar nicht gut bekommen, er hat immerhin einen sehr schlanken, anmutigen Hals und auch sonst führt er ein für Laufenten typisches, sehr fragiles Dasein ohne Arme, Vorderpfoten oder Flügel. Ich bin jedesmal zutiefst gerührt und besorgt, wenn die Entenmannschaft auf dem Nachhauseweg vor mir hertrabt, selbst kleine Schwellen werden zur gemeinen Stolperfalle… Sehr schade fand ich, dass ich die Szene nicht filmen konnte, ich bin sicher, Nelly und ich hätten die Lacher auf unserer Seite gehabt. Unsere panische Flucht hat den Erpel nur noch mehr angestachelt, er jagte uns buchstäblich bis nach Hause. Ich musste herzhaft lachen, sein Mut aber beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Aber vielleicht glaubt er auch nur, dass er auch ein Hund ist!

Ein humorvolles Wochenende!

Christine

Er wacht auch als Baby schon über seine Damen 🙂

Humor 07.11.2020

Bei aller Herausforderung und schwieriger Situation darf man NIEMALS das Lachen vergessen! Lachen befreit ungemein und lockert jede noch so angespannte Lage unglaublich auf. Treffen mit Menschen, mit denen man viel lachen kann sind so wichtig! Man kann sich selbst jeden Augenblick fragen, ob man eine Situation schwer oder leicht nehmen will, ob es vielleicht sogar witzige Momente in einer schwierigen Lage gibt. Ich kann bei mir eindeutig einen Hang zu rabenschwarzem Humor entdecken, der mir beispielsweise im Wartezimmer im Brustzentrum immer wieder ein Lächeln entlockte. Man müsste mal Aufklärungsarbeit in dieser Branche leisten, finde ich seitdem, weil die einschlägigen Flyer, die man sich zur Information dort mitnehmen kann, verdächtig schwarzseherisch wirken (z.B. „Ein Testament machen“!!!). Hat man eine einigermaßen lange Wartezeit dort und war vor seinem Termin noch guter Dinge und optimistisch, schafft es der Prospekthalter garantiert, Endzeitstimmung zu erzeugen. Schallend lachen musste ich auch, als ich das erste Mal ohne Brustprothese außer Haus ging und erst im Spiegel des Einkaufszentrums bemerkte, dass ich was vergessen hatte.

In Phasen, in denen meine Stimmung zu kippen droht und ich allzu schwermütig in den Tag hineinlebe, suche ich mir eine richtig witzige Komödie heraus. In meinem Fall sind das alte und manchmal auch neue Filme, manchmal welche, die ich schon kenne, damit ich sichergehen kann, dass ich was zu lachen sehe, manchmal traue ich mich auch an neue Filme heran. Ich liebe auch kurze, lustige Videos oder witzige Sprüche und Bilder aus dem Netz. Ab und zu reicht tatsächlich schon, das Gehirn zu überlisten und einfach zu lächeln oder loszulachen. Wichtig ist für mich, ob all der Schwierigkeiten nicht auch noch Trauerfalten im Gesicht zu fördern, da sind mir Lachfalten EINDEUTIG lieber!

In diesem Sinne, einen lustigen Samstag Abend!

Christine

Dieses Bild ist beim Malen zu fröhlicher Musik entstanden