Froschauge

Gestern Abend war ich wieder Amphibienretterin. Leider sind dieses Jahr durch die Kälte sehr wenig Amphibien unterwegs. Eine Freundin hat mich mit ihrer Tochter schon mehrmals begleitet und nie hatten wir zusammen auch nur eine einzige Kröte entdeckt. Gestern Abend hatten wir dann endlich Glück und fanden gleich am Anfang des Schutzzauns ein Pärchen. Wir haben über eine Stunde gesucht und dann tatsächlich insgesamt 14 Erdkröten vor dem sicheren Unfalltod retten können. Da nun auch schon einige Amphibien wieder auf dem Rückweg zum Sommerquartier sind, muss man auch in die andere Richtung Taxi spielen. Lustig ist es immer bei den Kandidaten, die nicht eindeutig zeigen, wo sie hinwollen. Schon manches Mal habe ich mir gedacht, dass ich den einen oder anderen in die falsche Richtung gebracht habe. Dann beginnt dessen mühevolle Reise von vorn. Vor allem bei kalten Temperaturen bewegen sich die armen Kröten noch langsamer als im Warmen. Ein Krötenmännchen hat sich so im Gras versteckt, dass nur das Gesicht zu sehen war. Meine kleine Begleiterin war fasziniert, dass ich im Dunkeln dieses Exemplar entdeckt habe. Müssen sich wohl im Laufe der Jahre Froschaugen bei mir gebildet haben 🙂 Am Weiher bewunderten wir dann die Schwimmkünste der Kröten im Dunkeln und genossen den trockenen Abend. Eine achtsame Wellnesseinheit an der frischen Luft mit dem Wissen, etwas Wertvolles zu tun. Schön wars!