Ausgeknockt

Teil zwei der Covid Impfung hat mich die letzten Tage im wahrsten Sinne des Wortes niedergestreckt. Einmal mehr ist mir bewusst geworden, wie privilegiert ich den Rest der Zeit bin, wenn mir nichts fehlt! Mein morgendliches Training mit Hund in der aufgehenden Sonne beglückte mich zutiefst, einfach weil es ohne Schmerz und Anstrengung wieder leicht und unbeschwert möglich war! Ein Grund zum dankbar sein!

Wünsche“

„Ich wünsche, dass dein Glück

sich jeden Tag erneue,

dass eine gute Tat

dich jede Stund erfreue!

Und wenn nicht eine Tat,

so doch ein gutes Wort,

das selbst im Guten wirkt

zu guten Taten fort.

Und wenn kein Wort,

doch ein Gedanke, schön und wahr,

der dir die Seele mach

und rings die Schöpfung klar. „

Friedrich Rückert

Heute an diesem Montag freue ich mich sehr über schöne Blumen und gute Wünsche! Ein Grund, diese Freude zu teilen! Einen gute Woche uns allen!

Christine

Die Entdeckung der Langsamkeit…

Heute morgen kam ich ganz knapp zur Arbeit….

Die Mädels ließen sich Zeit, um die Straße zu überqueren. Und es waren ihrer viele. Einigen war die Freude über die Ankunft im Feld deutlich anzusehen, andere waren durch unterschiedliche Einflüsse abgelenkt. Kühe sind Persönlichkeiten und es macht Spaß, ihnen zuzuschauen, auch wenn die „Zwangspause“ mal etwas länger dauert. Entschleunigung schon früh am Morgen:-)

Mein Herz singt

Ich liebe sie, diese wundervollen sonnigen Tage, wenn ich von den unglaublich vielfältigen Stimmen der Vögel morgens geweckt werde, alle Fenster weit offen stehen und das Leben einfach nur leicht ist! Ich höre gerne die Grillen zirpen und erfreue mich am Quaken der Frösche am nahen Weiher. Abends auf der Terrasse essen und, bis es dunkel ist, draußen sein, dafür bin ich unendlich dankbar. Was für ein Glück, den Sommer spüren, riechen, schmecken, hören und sehen zu dürfen!

Morgens auf dem Balkon

Präsenz

Meine größte Herausforderung dieser Tage ist das Training mit meinem Hund. Gnadenlos spiegelt die Dame unmittelbar,  wenn meine Gedanken abschweifen und ich meine Aufmerksamkeit nicht mehr bei ihr ist.  Die Konsequenz, die folgt, ist sofortiges Austesten meiner Grenzen. Ich habe erkannt, dass ich oft gar nicht wahrnehme, dass ich gar nicht mehr im Moment bin. Mein Hund, mein Lehrmeister 😀

Blässhuhnbabies

Ich durfte vergangene Woche das erste Mal in meinem Leben einer frisch gebackenen Blässhuhnmama bei der liebevollen Fütterung und Pflege Ihrer Kinder zuschauen. Ich war so gerührt, denn diese Vögel brüten mitten im Wasser ganz prominent auf einer kleinen, selbst gebauten Nestinsel. Wie um alles in der Welt überleben diese Vögel diese gefährliche, sensible Zeit? Die Babies einen mich an kleine Aasgeier :-), sind aber so süß in ihrem einerseits hilflosen, andererseits neugierigen Verhalten anzuschauen. Die Füße der Mama fand ich ebenso überraschend und faszinierend, sind diese doch ohne Schwimmhäute! Unsere Natur ist voller Wunder, immer gibt es neue zu entdecken!

Alltag

Nach insgesamt achtzig Kilometern zu Fuß hat mich mein Alltag wieder. Unfassbar schnell übrigens. Bei der Wanderung konnte ich mich zum Teil nur bei Laune halten, indem ich mir bewusst mental sagte, dass ich immer nur einen Fuß vor den anderen setzen muss. Nicht mehr und nicht weniger. Es gab einige Momente, in denen ich mich einfach gehen lassen wollte, hinsetzen und nicht mehr aufstehen, den Bus oder den Zug nehmen, zur Not war ich sogar bereit zu trampen! Für mich war die Wanderung mehr denn je Sinnbild für mein Leben. Auf und ab, mal einfach, leicht, mal schwer und anstrengend. Eine tolle Erfahrung. Immer wieder!

Regen und Gewitter

Die Nacht im Zelt war abenteuerlich, denn es zog ein heftiges Gewitter auf und entlud sich gefühlt direkt über uns. Morgens war es aber erst mal trocken und fröhlich machten wir uns für unseren letzten Tag auf den Weg. Achtundzwanzig Kilometer lagen vor uns, gestern dreißig und nun bin ich zufrieden in der Pilger Herberge. Mittags begann es zu regnen, wir nannten es nieseln, aber irgendwann ließ sich der Starkregen nicht mehr schön reden:-) völlig nass sind wir geworden, auch alles, was wir dabei haben! Die gute Laune ließen wir uns aber nicht verregnen, eine traumhafte Pizza und ein kleines Bier machte kräftig genug für die letzte Etappe. Meine Nichte und ich gehen jedes Jahr ein Stück Jakobsweg Richtung Santiago de Compostela, wie es gerade in unser Leben passt. Ob wir ankommen, wissen wir nie, es ist immer spannend! Morgen fahren wir mit dem Zug heim, ich bin sicher, wir zehren wieder lange von dieser wundervollen Erfahrung!

Schönes Wochenende

Eine Nacht im Freien

Die Nacht haben wir unter freiem, wundervollen Sternenhimmel am Weiher verbracht. Nun sind wir schon zwanzig Kilometer von dieser wundervollen Stelle entfernt, trinken wieder ein Bier, diesmal von der Brauerei Pilgrim 😀 und genießen die angenehme Schwere im Körper. Heute wollen wir noch acht Kilometer schaffen, aber alles kann, nix muss! Heute gab es auch den ersten Pilger Stempel für diese Etappe. Fühle mich heute mehr im Flow, das Gehen strengt nicht mehr so an! Prost und schönen Freitag Abend!

P.S. Heute ist meine OP ein Jahr her. Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht! Ich bin unglaublich dankbar, diese Tage erleben zu dürfen!