Ausgleichsraum

Trauernde Menschen befinden sich in ihrem engeren Umfeld, beispielsweise in der Familie, meistens in einer Umgebung, die in den Prozess der Trauer eingebunden ist. Jeder Mensch individuell und auf seine Weise, aber das Thema herrscht über einen gewissen Zeitraum in einer sozialen Gruppierung vor. „Geteiltes Leid ist halbes Leid“ – diese Aussage ist wahr, reden hilft und im Trauerfall nicht allein zu sein, ist wichtig und wertvoll.

Ebenso wichtig kann ein anderes, unabhängiges Umfeld als Gegengewicht zur Trauer wirken. Eine Gruppe, eine Klasse, ein Verein oder ein Freundeskreis, der nicht die gleiche Erfahrung und das unmittelbare Erleben der Trauernden teilt. Man kann eine andere Rolle als die des Trauernden einnehmen, vielleicht kann eine Schwere für eine gewisse Zeit vergessen werden und die Unbeschwertheit der anderen Teilnehmer anstecken.

Genau deshalb sind Ausgleichsräume wichtig. Insbesondere für Kinder und Jugendliche. Oft wollen betroffene Kinder und Jugendliche den Ausgleichsraum sogar bewusst freihalten von Trauer. Deshalb thematisieren sie ihre aktuelle Situation unter Umständen gar nicht. Das darf man achten und ehren! Trauernde Menschen geben vor, wie ihre Trauer sein darf. Als Begleiter ist man absichtslos.

Einen herzlichen Gruß

Christine

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