Nicht viel Zeit zog ins Land, dann erhielt ich die nächste Anfrage zu einer weiteren Begleitung.
Die Anfragen werden von Koordinatoren verwaltet. Je nach Kapazität, Wohnortnähe und möglichen Erfahrungswerten sortieren diese Koordinatoren die gestellten Anfragen und erkundigen sich dann ihrerseits bei den ehrenamtlichen Hospizbegleitern, die in Frage kommen.
Ich wurde also angerufen und entschied, diese Begleitung auch zu übernehmen. Der zu Begleitende war ein Mensch mit Krebs im Endstadium ohne Familie.
Zu unserem ersten Termin nahm ich frische Sonnenblumen vom Feld mit und stellte mich vor. Wir kamen sofort ins Gespräch und verbrachten kurzweilige zwei Stunden mit kennenlernen und plaudern.
Die Blumen haben das erste Eis gebrochen, dann war zuhören meine wichtigste Aufgabe.
Ich verabschiedete mich schließlich mit der Vereinbarung, bald wieder zu kommen. In dieser Arbeit macht es wenig Sinn, zu versprechen, wann. Da ich aber gerade Urlaub hatte, plante ich, zeitnah wieder zu kommen. Grundsätzlich geht man mindestens einmal pro Woche zu einer Begleitung. Und das tat ich dann auch… aber mehr beim nächsten Mal!
Eine dankbare Woche
Christine
