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Meine Geschichte

Der Unterschied

In der Trauer ist zwischen Kindern und Erwachsenen der wesentliche Unterschied, dass man davon spricht, dass Erwachsene ins „Meer der Trauer“ eintauchen, während Kinder „Pfützenspringer“ sind, also in die Trauer hüpfen, schnell aber auch wieder raushüpfen. Die kindliche Aufmerksamkeit wendet sich schnell Dingen und Situationen zu, die den Moment beherrschen, die ablenken, interessant erscheinen, zum…

KinderTrauer

Im Moment besuche ich einen Spezialisierungskurs zum Thema „Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche“. Die Erfahrungen, die ich hier sammeln darf, sind wieder, wie im Hospizbegleitungskurs, ein Geschenk. Alle Teilnehmer ebenso. Heute ist Tag drei von insgesamt fünf Kurstagen, eine leichte Melancholie überfällt mich schon wieder beim Gedanken, dass es eine Zeit danach geben wird. Kinder…

Was für eine schöne Sache…

Ich stolpere wieder in der Natur und Heilen über einen Artikel, den ich gerne teilen möchte. Einsamkeit greift laut Studien immer stärker um sich. Dabei sind soziale Kontakte für jeden Menschen wichtig, sogar lebensnotwendig. Man wird sogar schneller und besser gesund, wenn man in ein soziales Netz eingebunden ist. Jetzt gibt es die schöne Aktion,…

Ohne Fleiß kein Preis

Seit meiner Diagnose bin ich konsequent dabei, mich dreimal die Woche, jenseits von meinen Gassi Gängen, körperlich zu ertüchtigen. Diesen Winter war das eine echte Herausforderung bei uns. Wochenlange Gletscherverhältnisse nach Weihnachten, eine mindestens 3-5 cm dicke Eisschicht auf allen Feldern und Feldwegen, Schneefall, über Nacht 10-20 cm und immer wieder Wind und Regen, Regen,…

Amsterdam

Die vergangenen vier Tage waren in vielerlei Hinsicht für mich bereichernd. Im letzten Sommer fragte mich eine Mitstreiterin aus dem Hospizbegleitungskurs, ob ich im Februar 2026 mit nach Amsterdam auf das Konzert der Band „Haevn“ fahren würde. Wir kannten uns kaum, da ich aber häufig sehr spontane Entscheidungen treffe, habe ich zugesagt. Nun ist Februar…

Was gibt dir Energie?

Das ist die heutige Reflexionsfrage auf meinem Flow-Kalender… …nach einigen turbulenten Tagen, bestimmt von Hormonen (habe Hashimoto, die Einstellung von L-Thyroxin ist sehr heikel bei mir und führt unter Umständen zu psychischen Schwankungen, dann kommt noch Tamoxifen hinzu, dessen Wirkung oder Wechselwirkung ich nicht einschätzen kann) kommt die Frage tatsächlich nicht von ungefähr. Ich musste…

Der Valebo-Effekt

Heute möchte ich gerne Inhalte aus einem Artikel der Zeitschrift „Natur und Heilen“, Ausgabe Februar 2/2026 mit euch teilen, mit denen ich stark in Resonanz ging. Als ich Krebs hatte, habe ich mich intensiv mit dem Thema „Selbstheilung“ auseinandergesetzt und meiner Intuition folgend viele Bereiche in meinem Leben umgestaltet, um gesund werden zu können. Beispielsweise…

Zeichen

Gestern hatte ich frei. Immer, wenn ich frei habe und den Tag nicht von früh bis spät angefüllt habe mit Aktivitäten, sondern bewusst den Plan hege, mich treiben zu lassen, rutsche ich kurz oder auch längerfristig in eine Hilflosigkeit, eine Antriebslosigkeit, Überforderung und Verzweiflung über meinen Daseinssinn. Gestern war das ungefähr eine halbe Stunde der…

Eine wertvolle Arbeit

Neben der unglaublich bereichernden Arbeit in der Begleitung von Sterbenden hat der Hospizverein meines Vertrauens eine weitere sinn-und wertvolle, so wichtige Aufgabe übernommen: die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher, die Angehörige verloren haben. In Familien, die mit einer sterbenden oder verstorbenen geliebten Person konfrontiert sind, bleibt nicht selten wenig Platz für die ganz eigene Trauer…

Bilanz nach über fünf Jahren

Mein Turnus der Krebs Vorsorge hat sich nach fünf Jahren nun verändert. Ich muss nicht mehr jedes Vierteljahr zur Kontrolle, die Abstände sind länger, die Sicherheit und das Vertrauen in die Termine mit jedem Mal gewachsen, als nichts festgestellt wurde. Heute ist es wieder so weit. Ein Kontrolltermin steht an. Heute bin ich nachdenklicher und…

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6. Oktober 2020

Rückblickend fühlt es sich an, als hätte mich ein Zug überfahren. Im Januar diesen Jahres habe ich das erste Mal gemerkt, dass etwas in meiner Brust komisch ist, dachte mir aber noch nichts dabei. Im Mai dann doch ein besorgtes Gesicht meiner Gynäkologin nach dem Ultraschall und eine Überweisung zur Mammographie. So richtig Sorgen habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht, als aber der Radiologe zu einem ernsten Gepräch bat, tröpfelte das erste Mal in mein Bewusstsein, dass ich Krebs haben könnte! Die kommenden Termine bei der Gynäkologin und im Brustzentrum wurden schon alle diskret im Hintergrund für mich gemacht, während ich zuhause versuchte, diese Nachricht bei einem Glas Wein unter meinem Kastanienbaum zu verdauen. Ich fand in diesem Augenblick besonders schwer, meiner 13-jährigen Tochter zu begegnen, hatte sie mich vor der Untersuchung noch gefragt, ob ich Krebs hätte… Ich war nämlich noch meilenweit entfernt, mich als „krebskrank“ nennen zu wollen.

Ich dachte sehr sachlich über meine Situation nach, wägte Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungen ab und beschloss dann, diese Lebenserfahrung anzunehmen. Dies heißt für mich, proaktiv und offen umgehen, mich für einen Weg zu entscheiden und vor allem auf Spurensuche gehen, was diese Krankheit bei mir begünstigt hat. Am 4.6.20 wurde ich bereits operiert, das Tumorgewebe entfernt und die Auswertung veranlasst. Nun nehme ich Hormone, um ein Wiederkehren des Tumors zu verhindern.

Auf meiner Reise habe ich viele Menschen kennengelernt, Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln dürfen. Ich schreibe in meinen Beiträgen über die Dinge, die für meine Heilung förderlich waren und sind. Und ich danke allen Menschen, die mich begleitet haben und weiterhin begleiten!

Eure Christine