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Meine Geschichte

Der Valebo-Effekt

Heute möchte ich gerne Inhalte aus einem Artikel der Zeitschrift „Natur und Heilen“, Ausgabe Februar 2/2026 mit euch teilen, mit denen ich stark in Resonanz ging. Als ich Krebs hatte, habe ich mich intensiv mit dem Thema „Selbstheilung“ auseinandergesetzt und meiner Intuition folgend viele Bereiche in meinem Leben umgestaltet, um gesund werden zu können. Beispielsweise…

Zeichen

Gestern hatte ich frei. Immer, wenn ich frei habe und den Tag nicht von früh bis spät angefüllt habe mit Aktivitäten, sondern bewusst den Plan hege, mich treiben zu lassen, rutsche ich kurz oder auch längerfristig in eine Hilflosigkeit, eine Antriebslosigkeit, Überforderung und Verzweiflung über meinen Daseinssinn. Gestern war das ungefähr eine halbe Stunde der…

Eine wertvolle Arbeit

Neben der unglaublich bereichernden Arbeit in der Begleitung von Sterbenden hat der Hospizverein meines Vertrauens eine weitere sinn-und wertvolle, so wichtige Aufgabe übernommen: die Begleitung trauernder Kinder und Jugendlicher, die Angehörige verloren haben. In Familien, die mit einer sterbenden oder verstorbenen geliebten Person konfrontiert sind, bleibt nicht selten wenig Platz für die ganz eigene Trauer…

Bilanz nach über fünf Jahren

Mein Turnus der Krebs Vorsorge hat sich nach fünf Jahren nun verändert. Ich muss nicht mehr jedes Vierteljahr zur Kontrolle, die Abstände sind länger, die Sicherheit und das Vertrauen in die Termine mit jedem Mal gewachsen, als nichts festgestellt wurde. Heute ist es wieder so weit. Ein Kontrolltermin steht an. Heute bin ich nachdenklicher und…

Wo Licht und Wärme sind, sind auch Dunkelheit und Kälte

Diesen Satz lese ich heute in meiner Reflexion zur sechsten Rauhnacht. Wie wahr und wie nah nebeneinander! Und nicht selten auch herbeigesehnt, zum Beispiel an besonders heißen Tagen, wenn die Sonne herabbrennt und man sich nichts sehnlicher wünscht als etwas Schatten und Kühle. Ich durchlebe immer wieder Zeiten des Glücks, der Zufriedenheit und der inneren…

Mut fürs Leben

Vor allem in dieser Jahreszeit mit dem nahenden Weihnachtsfest klafft die Lücke im Herzen, im Leben, im Alltag bei all jenen, die Menschen in der vergangenen gehen ließen/lassen mussten oft besonders offen und schmerzhaft. Es gibt kein Kleinreden des Schmerzes, oft keinen wirklichen Trost von außen. Für mich ist dies jenseits meiner Diagnose und des…

Abschied in einer Begleitung

… man sagt, dass Sterbende oft einen Moment zum Gehen wählen, wenn sie allein sind. Ich dachte mir nach unserem Eis-Date, ich könnte einen Tag Pause einlegen… Dann erreichte mich früh am übernächsten Tag ein Anruf, dass der Mensch eingeschlafen war. Ich hatte es kein weiteres Mal geschafft, ihn zu besuchen. Im Pflegeheim fand am…

Gemeinsames Eisessen – Abschied in der Begleitung

Die Verabschiedung hat in einer Begleitung einen ganz besonderen Stellenwert. Man weiß nie, ob der Mensch ein nächstes Mal da sein wird. Deshalb gewöhnt man sich als Begleiter frühzeitig an, sich achtsam zu verabschieden. Versprechungen, die möglicherweise nicht eingehalten werden, vermeidet man tunlichst. Man achtet auf eine offene Formulierung, die alle Möglichkeiten einschließt. Als ich…

Der Abschied in einer Begleitung Teil II

Ich habe ja die Fortsetzung versprochen. An diesem Tag ging das Leben meines Begleiteten noch nicht zu Ende. Er antwortete sogar auf eine Frage der Pflegerin, dennoch ging ich sehr nachdenklich und mit dem festen Plan, am nächsten Morgen wieder zu kommen… als ich diesen in die Tat umsetzte, fand ich den Menschen relativ aufrecht…

Zertifizierung

Seit Samstag ist es amtlich. Im Rahmen einer würdevollen Feier wurden wir Neuzugänge in der Hospiz Arbeit nach einem guten Dreivierteljahr intensivem Kurs zertifiziert und sind somit fertig mit der Theorie Ausbildung. In der Praxis lernt man, wie im ganzen Leben, wohl nie aus. Sie wird fehlen, die Zeit in der Gruppe. Die Menschen, die…

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6. Oktober 2020

Rückblickend fühlt es sich an, als hätte mich ein Zug überfahren. Im Januar diesen Jahres habe ich das erste Mal gemerkt, dass etwas in meiner Brust komisch ist, dachte mir aber noch nichts dabei. Im Mai dann doch ein besorgtes Gesicht meiner Gynäkologin nach dem Ultraschall und eine Überweisung zur Mammographie. So richtig Sorgen habe ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht gemacht, als aber der Radiologe zu einem ernsten Gepräch bat, tröpfelte das erste Mal in mein Bewusstsein, dass ich Krebs haben könnte! Die kommenden Termine bei der Gynäkologin und im Brustzentrum wurden schon alle diskret im Hintergrund für mich gemacht, während ich zuhause versuchte, diese Nachricht bei einem Glas Wein unter meinem Kastanienbaum zu verdauen. Ich fand in diesem Augenblick besonders schwer, meiner 13-jährigen Tochter zu begegnen, hatte sie mich vor der Untersuchung noch gefragt, ob ich Krebs hätte… Ich war nämlich noch meilenweit entfernt, mich als „krebskrank“ nennen zu wollen.

Ich dachte sehr sachlich über meine Situation nach, wägte Möglichkeiten, Wissen und Erfahrungen ab und beschloss dann, diese Lebenserfahrung anzunehmen. Dies heißt für mich, proaktiv und offen umgehen, mich für einen Weg zu entscheiden und vor allem auf Spurensuche gehen, was diese Krankheit bei mir begünstigt hat. Am 4.6.20 wurde ich bereits operiert, das Tumorgewebe entfernt und die Auswertung veranlasst. Nun nehme ich Hormone, um ein Wiederkehren des Tumors zu verhindern.

Auf meiner Reise habe ich viele Menschen kennengelernt, Erlebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse sammeln dürfen. Ich schreibe in meinen Beiträgen über die Dinge, die für meine Heilung förderlich waren und sind. Und ich danke allen Menschen, die mich begleitet haben und weiterhin begleiten!

Eure Christine